Samstag, 31. März 2018

[Rezension] Das tiefe Blau der Worte

"Liebe zwischen den Zeilen, in der allergemütlichsten Buchhandlung der Welt!"


Rachel und Henry waren mal beste Freunde und verbrachten Tage und Nächte in der gemütlichen Buchhandlung von Henrys Familie. Bis Rachel aus der Stadt wegzog und Henry einen Liebesbrief hinterließ – während Henry mit Amy unterwegs war. Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sie am liebsten nie wiedersehen würde. Und während sich im Laden Dramen ereignen und Liebespaare finden, geben sie einander wieder Halt in einer Welt, in der es zum Glück Bücher gibt. Und Worte. Und eine zweite Chance.
"Worte sind wichtig. Sie sind nicht sinnlos. 
[...] 
Wenn sie einfach nur Worte wären, würden die Leute sich nicht ihretwegen verlieben, ihretwegen glücklich oder unglücklich sein, [...]
S. 373/374

Ein Buch, das eine Liebeserklärung an Bücher und Buchhandlungen sein soll. 
Ich war gespannt und bereit eine große Geschichte zu erleben.

Zuerst einmal muss ich die Gestaltung des Buches hervorheben. Es ist nämlich unglaublich schön. Unter dem Schutzumschlag ist es voller handgeschriebener Briefe, was perfekt zu dem Inhalt passt.

Henry ist großartig. Ein Stück meines Herzens ging an ihn. 
An seine Gutherzigkeit, an seine Liebe zu Büchern, an seine Fehler.
Er war verliebt - bis über beide Ohren und mich machte es ganz traurig, wie Amy, seine (Ex-) Freundin, ihn behandelt hat. Ihn verändern wollte. Henry war entzückend, denn er wollte sich wirklich für Amy ändern... und dabei traf er eine Entscheidung, welche sein komplettes Leben verändern würde.
Ab und zu hätte ich ihn gern geschüttelt, aber die meiste Zeit doch einfach ganz fest gedrückt, weil er so süß ist.
Ich habe selten von so einem sanften, gutherzigen Jungen gelesen.

Rachels Geschichte ist sehr schwierig und es tat mir so Leid. 
Sie ist nicht grundlos zurück in die Stadt gekehrt, aber von Henry wollte sie anfangs nichts wissen.
Es war etwas vorhersehbar, was es mit dem Liebesbrief vor ihrem Umzug, auf sich hatte. 
Das fand ich aber gar nicht schlimm, denn es geht in dem Buch nicht nur um Rachels und Henrys Geschichte.
Es geht nicht nur um die erste Liebe, ums Verlieben. 
Es geht um so viel mehr, was das Leben ausmacht.
Die Geschichte war bedeutungsvoll und voller Gefühl

Cath Crowley schreibt sehr flüssig und nahezu poetisch. Die Poesie nimmt durchaus auch einen Platz in der Geschichte ein.
Auf jeder Seite spürt man die Liebe zum geschriebenen Wort... und besonders dies hat mich regelrecht verzaubert.
Es ist im Wechsel aus Henrys und Rachels Sicht geschrieben, allerdings sind auch Briefe enthalten, die andere geschrieben haben und die noch mehr zeigen, was Worte für eine Bedeutung haben.

"Und ich sagte ihr, dass das Geräusch umgeblätterter Seiten überraschen tröstlich war." S. 23

Das tiefe Blau der Worte ist eine Liebeserklärung.
An Bücher, an Buchhandlungen, an Worte, an Geschichten.
Es geht um Verlust, Freundschaft und Liebe.
Es geht einfach um das große Ganze: das Leben.

Mich konnte das Buch einfach verzaubern. 
Durch den flüssigen Schreibstil und den liebenswürdigen Figuren hatte ich wundervolle Lesestunden und eine bezaubernde, sanfte und tiefe Geschichte erlebt.
Ganz klare Leseempfehlung an jeden Bücherliebhaber. 
Und das sind wir schließlich alle, oder?


Ganz lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Das klingt so schön! Das Buch steht schon ganz weit oben auf meiner Wunschliste! :)
    Liebst, Lara von Fairylightbooks :)

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  2. Liebes, das hört sich ja super an. Ein Buch zum Lieben und kuscheln 😂❤

    Es ist bald bei mir und ich möchte es gabz dringend lesen 😃

    Schöne Rezension !


    Xoxo nessi

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