Samstag, 17. Dezember 2016

[Rezension] Das Frostmädchen



Titel: Das Frostmädchen
Autorin: Stefanie Lasthaus
Verlag: Heyne
Format: Klappenbroschur
Preis: 12,99€, eBook: 9,99€
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 14.11.2016



Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …



Die Welt bestand aus Nacht und Helligkeit, aus Kälte und zarten Berührungen auf der Wange.

Es hieß immer, dass man keine Macht über die Zeit hätte, doch aus einer gewissen Perspektive betrachtet stimmte das nicht.

Ich kam von Anfang an schwer in die Geschichte rein. 
Der Schreibstil ist eigentlich nicht schlecht. Er ist relativ einfach. Allerdings waren es so viele Gedanken und unnötige bzw,. langweilige Informationen - zu viele und interessantes und relevantes fehlte.

Die Charaktere blieben von Anfang bis Ende sehr blass. Es fiel mir schwer es mir alles in meinem Kopf vorzustellen. 
Neve ist eine sehr seltsame, junge Frau. Ihre Entscheidungen sind für mich nicht nachvollziehbar. Ich kann nicht sagen, dass ich sie unsymphatisch fand - denn dafür war sie einfach nicht greifbar genug - ebenso bei Lauri, der liebe Kerl, der Neve eines Nachts findet und rettet. 

Die Liebe zwischen den Beiden wirkt so künstlich - so unecht. Dass sie Bücherpaare innerhalb weniger Tage (ver)lieben - finde ich immer komisch, aber es ist okay. Aber hier war es einfach unpassend. Vielleicht weil sie kaum gesprochen haben oder aber generell sich gar nicht wirklich kennen gelernt haben.

Es gab ein paar Erotikszenen in dem Buch. Warum? Ich weiß es nicht. Wäre das ganze Buch ausführlicher und nicht so trocken, hätte es vielleicht passen können. Aber so wie es ist leider nicht. Im Vordergrund sollte die Geschichte stehen.
Es hat so viel Potenzial, doch leider wurde es meiner Meinung nach nicht genutzt. Für einen kurzen Moment dachte ich: Jetzt wird es spannend. Aber der Moment war leider sehr, sehr kurz.
Es fehlt einfach sehr viel an der Handlung und wiederholt sich dauernd. 

Das Ende ist okay. Ich habe auf das Ende ja nicht wirklich hingefiebert - aber es ist dennoch zufriedenstellend.

Das Cover ist ein Geschenk an Leser, die wunderschöne Cover lieben. Es ist sehr schön. Im Grunde passt es auch perfekt zum Inhalt - wenn auch das Cover deutlich mehr verspricht.

Das Frostmädchen konnte mich leider absolut nicht überzeugen. Mir fehlte Gefühl und Magie.
Es hat mich keineswegs fesseln können.
Ich habe eine spannende, gefühlvolle Geschichte erwartet, die mich mit einem winterlichen Zauber umgibt.
Sehr schade. 
Denn Potenzial hat die Story allemal. 


Danke an den Heyneverlag für das Rezensionsexemplar.

Stefanie Lasthaus wuchs im nördlichen Ruhrgebiet auf. Sie studierte Skandinavistik, Publizistik und Sozialanthropologie in Bochum und Kopenhagen. Nach verschiedenen Stationen in Australien, England und der Schweiz, kehrte sie nach Deutschland zurück und widmete sich ganz dem Schreiben – ob als Texterin für Onlinespiele-Anbieter oder als Autorin ihrer eigenen Fantasy-Romane. Stefanie Lasthaus lebt und arbeitet in Karlsruhe.





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